Pflegeinformation

Pflegestärkungsgesetz

Pflegestärkungsgesetz

Verbesserte Leistungen für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige war das Ziel des Pflegestärkungsgesetzes, das die Bundesregierung zum 1. Januar 2015 in Kraft gesetzt hat. So soll nicht nur die Zahl der Pflegekräfte im stationären Dienst erhöht, sondern auch ein Pflegevorsorgefond eingerichtet werden. Außerdem wird die Höhe der Leistungen der Pflegeversicherungen um bis zu vier Prozent angehoben, so dass die Preisentwicklung der vergangenen Jahre Berücksichtigung findet.

Um die Leistungsverbesserungen finanziell zu realisieren, steigt der von Arbeitgeber und Arbeitnehmer paritätisch geteilte Pflegeversicherungsbeitrag um 0,3 Prozent. Ein Großteil der zusätzlichen Einnahmen fließt direkt in die Verbesserung der Pflegeleistungen, ein Drittel davon kommt der Entwicklung des Pflegevorsorgefonds zugute.

Leistungsverbesserungen in der ambulanten Pflege

Das Pflegestärkungsgesetz unterstüzt vor allem die ambulante Pflege im eigenen Zuhause. Dazu gehört eine bessere Kombinierbarkeit der Leistungen für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege, wodurch 50% mehr Leistungen zur Entlastung pflegender Angehöriger zur Verfügung stehen. Es kommt außerdem zu einer Neuregelung der Leistungen zur Tages- und Nachtpflege, die nicht länger aufeinander angerechnet werden. Darüber hinaus wird die Finanzierung von Umbaumaßnahmen und Pflegehilfsmitteln verstärkt gefördert.

Von den Maßnahmen des Pflegestärkungsgesetzes profitieren neben den Pflegebedürftigen vor allem auch pflegende Angehörige, denen es nun vereinfachter ermöglicht wird, sich zeitlich und finanziell auf die individuelle Pflege einzurichten.