Pflegegrad 1

"Geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit"

Pflegegrad 1 erhält, wer bei der Pflegebegutachtung durch den MDK (bei gesetzlich Versicherten) oder MEDICPROOF (bei privat Versicherten) gemäß „Neuem Begutachtungsassessment (NBA)“ zwischen 12,5 bis unter 27 Punkte erhält und demnach in seiner Selbstständigkeit „gering beeinträchtigt“ ist.

Weitere Leistungen bei häuslicher Pflege und Pflegegrad 1

Mit den Leistungen des Pflegegrades 1 soll das häusliche Umfeld der Betreoffenen gefördert und gestärkt werden. Die Pflegebedürftigen können so weiterhin in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben.

Sie können sich bei Bedarf einmal pro Halbjahr zu Hause von einem Pflegedienst beraten lassen

Ambulant betreute Wohngruppen sind Wohngemeinschaften mit mindestens drei bis maximal zwölf Bewohnern, bei denen die pflegerische Versorgung gemeinschaftlich organisiert wird. Mindestens drei Bewohner müssen in einen der Pflegegrade 1 bis 5 eingestuft sein. Der Zuschlag unterstützt die eigenverantwortliche Finanzierung besonderer Aufwendungen.

Menschen mit Pflegegrad 1 haben Anspruch auf medizinische Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel. So erhalten sie z. B. Zuschüsse zum Hausnotruf bei Pflegegrad 1, aber auch für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch oder allgemein medizinische Hilfsmittel

  • Zuschüsse für Anschluss und Betrieb eines Hausnotrufsystems, ein sog. technisches Pflegehilfsmittel (monatlich 18,36 Euro und zusätzlich einmalig 10,49 Euro),
  • die Pauschalförderung von zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln von monatlich 40 Euro, und
  • medizinische Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel, die im jeweiligen Hilfsmittelverzeichnis & Hilfsmittelkatalog der Krankenversicherung gelistet sind.

Für die altersgerechte Wohnraumanpassung wie z. B. den Einbau eines Treppenlifts oder den Umbau von der Wanne zur Dusche können Hilfsbedürftige mit Pflegegrad 1 einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro ihrer Pflegekasse beanspruchen. Dieser Zuschuss steht Pflegebedürftigen einmalig für alle Maßnahmen der Barrierereduzierung zu. Sollte sich der Hilfebedarf einmal ändern, so kann der Zuschuss u. U. erneut gewährt werden.

Die Krankenkassen übrnehmen in der Regel die Kosten für sogenannte Pflegekurse, bei denen Angehörige ein Basiswissen vermittelt wird um mehr Sicherheit im Umgang mit Pflegebedürftigen zu erhalten.

Der Entlastungsbetrag ist zweckgebunden und kann eingesetzt werden für die Tages,- Nacht- oder Kurzzeitpflege, für Pflegesachleistungen ambulanter Pflegedienste sowie für nach Landesrecht anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag

Übersicht Pflegegrade

SachleistungPflegegeldEntlastungsbetrag
Nur Kostenerstattung
Pflegegrad 1--125 €
Pflegegrad 2689 €316 €125 €
Pflegegrad 31.298 €545 €125 €
Pflegegrad 41.612 €728 €125 €
Pflegegrad 51.995 €901 €125 €