Pflegegeld

Wichtige Informationen

Pflegegeld

Das Pflegegeld stellt eine Sozialleistung dar, die für pflegebedürftige Personen gesetzlich geregelt ist. Es soll dazu dienen, den Aufwand für die Pflege zu entschädigen und den Betroffenen ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben nach ihren Wünschen zu ermöglichen. Wird eine Pflegebedürftigkeit festgestellt, erhält der Betroffene Zahlungen seiner Pflegeversicherung. Anspruch auf Pflegegeld hat, wer über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten hinweg einen Pflegeaufwand von mehr als 60 Stunden pro Monat benötigt. Die Höhe des Pflegegeldes bemisst sich nach dem Pflegegrad – also der Schwere der Pflegebedürftigkeit – und danach, durch wen und wo die Pflege erfolgt. Somit können die Leistungen der Pflegekasse entweder in Form von Pflegesachleistungen oder in Form eines Pflegegeldes in Anspruch genommen werden. Im ersten Fall erfolgt die Pflege durch einen Pflegedienst, an den das Pflegegeld gezahlt wird. Im zweiten Fall werden Pflegebedürftige von Angehörigen oder Bekannten gepflegt und das Pflegegeld wird direkt an den Betroffenen ausgezahlt, der darüber frei verfügen kann. Somit ist gewährleistet, dass Pflegebedürftige selbst entscheiden können, wo und von wem sie gepflegt werden.

Pflegegeld beantragen

Pflegegeld muss schriftlich beantragt werden, gilt nicht als Einkommen des Pflegebedürftigen und ist daher steuerfrei. Es wird auch während der Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege bis zu vier Wochen pro Kalenderjahr bis zur Hälfte weiter gezahlt. Auch eine Kombination von Sachleistungen und Pflegegeld ist möglich. Dementsprechend können zum Beispiel pflegende Angehörige entlastet werden, indem ein ambulanter Pflegedienst einige der anfallenden Pflegeaufgaben regelmäßig oder kurzfristig übernimmt.

Pflegegeld nach Pflegegraden ab Januar 2017

Pflegegrad 1Pflegegrad 2Pflegegrad 3Pflegegrad 4Pflegegrad 5
Geldleitstung ambulant-316 €545 €728 €901 €
Sachleistung ambulant-689 €1.298 €1.612 €1.995 €
Entlastungsbetrag (zweckgebunden)125 €125 €125 €125 €125 €