Wer seine Lebensweise ändert, braucht kaum noch Blutdruckmedikamente

Wer seine Lebensweise ändert, braucht kaum noch Blutdruckmedikamente

Wer seine Lebensweise ändert, braucht kaum noch Blutdruckmedikamente

Viele Menschen zählen zu den sog. Hochdruckpatienten. Irgendwann erhielten sie eine Bluthochdruckdiagnose und oft auch den Satz: Da müssen Sie jetzt zeitlebens Medikamente nehmen. Wer rauchte, Alkohol trank und Übergewicht hatte, bekam den Tipp, diese drei Missstände zu beheben. Konkrete Unterstützung in Sachen Ernährung oder Sport fehlte bislang. Gäbe es hier jedoch Programme oder Kurse, an denen die Patienten teilnehmen könnten, müssten viele oft schon nach vier Monaten keine Blutdruckmedikamente mehr einnehmen – wie eine Studie vom September 2018 zeigte.

Je gesünder man lebt, umso weniger Blutdruckmedikamente sind nötig

Bluthochdruck muss kein Dauerzustand bleiben, wie eine Studie zeigte, die bei einer jährlichen Konferenz der American Heart Association zum Thema „Neueste Erkenntnisse im Bereich Bluthochdruck“ vorgestellt wurde.
„Änderungen der Lebensweise – wie etwa eine gesündere Ernährung und regelmäßige Bewegung – können ganz enorm die Zahl jener Patienten reduzieren, die auf blutdrucksenkende Medikamente angewiesen sind. Dies trifft insbesondere auf Personen zu, die einen Bluthochdruck bis zu einem systolischen Wert von 160 mmHg haben und einen diastolischen zwischen 80 und 99 mmHg“, erklärt Studienautor Dr. Alan Hinderliter, Assistenzprofessor der Medizin an der University of North Carolina in Chapel Hill.

Gesunde Ernährung, Gewichtsmanagement und dreimal wöchentlich Sport

An Hinderliters Studie nahmen 129 Bluthochdruckpatienten zwischen 40 und 80 Jahren teil. Mehr als die Hälfte sollten nach den offiziellen Richtlinien nun Bluthochdruckmedikamente nehmen. Im Verlauf der Untersuchung wollte man sehen, ob sich allein mit der Änderung der Lebensweise der Blutdruck senken ließ oder ob die Patienten Blutdrucksenker einnehmen müssten.

Die Probanden wurden dazu in drei Gruppen aufgeteilt:

  • Gruppe 1 erhielt eine Ernährungsumstellung nach der DASH-Diät. Auch nahmen diese Personen an einem Kurs zur Gewichtsreduzierung inkl. dreimal wöchigem Sportprogramm teil. Die DASH-Ernährung besteht insbesondere aus Früchten, Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Saaten. Auch fettarme Milchprodukte sind erlaubt, während nur minimale Mengen an Fleisch, Salz und Süßigkeiten gegessen werden.
  • Gruppe 2 stieg mit Hilfe eines Ernährungsberaters nur auf die DASH-Ernährung um.
  • Gruppe 3 änderte nichts, blieb also bei der gewohnten Lebens- und Ernährungsweise.

Wer gesund lebt, braucht nur noch in seltenen Fällen Blutdruckmedikamente

Nach nur vier Monaten (16 Wochen) zeigten sich die folgenden Ergebnisse:

  • Gruppe 1 verlor durchschnittlich 9,5 Kilogramm und konnte den vormals zu hohen Blutdruck um durchschnittlich 16 mmHg (systolischer Wert) und 10 mmHg (diastolischer Wert) senken.
  • Gruppe 2 konnte den hohen Blutdruck ebenfalls senken, nämlich um durchschnittlich 11 bzw. 8 mmHg.
  • Bei Gruppe 3 aber, die bei ihren alten Ernährungs- und Lebensgewohnheiten geblieben war, zeigte sich kaum eine Veränderung der Blutdruckwerte.
  • Zum Studienende benötigten also nur 15 Prozent von Gruppe 1 Blutdruckmedikamente. In Gruppe 2 waren es 23 Prozent und in Gruppe 3 musste die Hälfte schliesslich Blutdruckmedikamente nehmen.

Professor Hinderliter empfiehlt nicht nur Bluthochdruckpatienten, sondern allen Menschen mit einem erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko, die entsprechenden Änderungen der Ernährungs- und Lebensweise umzusetzen.

Nicht nur der Blutdruck wird sich bessern!

Zu bedenken ist, dass die so positiven Ergebnisse in oben vorgestellter Studie bereits nach vier Monaten eintraten. Wer weiss, wie sich die Werte noch weiter verbessern werden, wenn die Patienten dauerhaft bei dieser Ernährungs- und Lebensweise bleiben. Denn die genannte Ernährung in Kombination mit einem gesunden Körpergewicht und regelmässiger Bewegung bessert natürlich nicht nur den Blutdruck, sondern auch

  • den Blutzuckerspiegel (und reduziert so das Diabetesrisiko),
  • die Blutfettwerte (Triglyceride und Cholesterin),
  • die Knochengesundheit (deutlich vermindertes Osteoporoserisiko),
  • die Verdauung,
  • die Lebergesundheit,
  • die kognitiven Funktionen (geringeres Demenzrisiko) usw.

Kurz, die Gesamtgesundheit wird massiv verbessert, die Leistungsfähigkeit und Fitness steigen und man fühlt sich jünger denn je.

Wir stellten schon hier eine Studie aus dem Jahr 2017 vor, in der sich ergab, dass bereits eine vierwöchige Ernährungsumstellung auf die DASH-Ernährung den Blutdruck besser senken konnte als die üblichen Blutdrucksenker.

Wie setzt man all das praktisch um?

Wenn auch Sie diese Erfolge erleben möchten, melden Sie sich noch heute in einer Sportgruppe, einem Fitnessstudio oder bei einem Personal Trainer an und informieren Sie sich hier über die Regeln einer gesunden Ernährung. Falls Sie sich eine Ernährungsumstellung selbst nicht zutrauen, nutzen Sie für die Anfangszeit die vierwöchige Entschlackungskur, die Ihnen einen wunderbaren Einstieg in die gesunde und vollwertige Ernährung bietet oder kontaktieren Sie einen ganzheitlichen Ernährungsberater.

Einen beispielhaften dreitägigen Ernährungsplan für Menschen mit Bluthochdruck finden Sie ebenfalls bei uns. Weitere köstliche Rezepte aus der gesunden Küche bietet Ihnen unsere Rezepterubrik sowie unser Kochstudio auf Youtube.

 

Quelle: Zentrum der Gesundheit


24 Stunden Pflege Häusliche Pflege Pflege daheim selbstbestimmt leben

Selbstbestimmt leben – in jedem Alter

Selbstbestimmt leben – in jedem Alter

Die eigenen vier Wände sind für einen Menschen viel mehr als eine beliebige Unterkunft. Sie sind eine wichtige
Voraussetzung seiner persönlichen Freiheit. Doch bei fortgeschrittenem Alter oder bei einer Behinderung ist diese Autonomie bedroht.

Die persönliche Freiheit ist eine der größten Errungenschaften unserer Kultur. Zu einem selbstbestimmten Leben gehören auch die Freiheit der Zeitplanung und die Gestaltung des sozialen Umfelds – zu bestimmen, wann man was macht und wen man wann sehen will. Auch die räumliche Selbstbetimmung ist wichtig: zu gehen und zu kommen, wohin und wann man will. Und auch solche Selbstverständlichkeiten wie die Menüplanung sind ein Stück Autonomie. Solange ein Mensch weitgehend gesund ist, steht seine Selbstbestimmung im privaten Bereich nicht infrage.

Bedrohte Freiheit
Bei zunehmender körperlicher oder auch kognitiver Einschränkung ist diese Autonomie bedroht. Nicht nur durch Krankheit oder Gebrechlichkeit selbst, sondern auch durch nicht adäquate Reaktionen des sozialen Umfeldes. Zu oft und zu früh wird der Gedanke aufgegeben, dass ein Leben in den eigenen Wänden noch möglich sei.
Doch ein Ortswechsel, der womöglich weniger freiwillig als gezwungenermaßen akzeptiert wird, droht den betroffenen Menschen zu entwurzeln und beraubt ihn vieler Freiheiten, die er schmerzlich vermisst. Er ist nicht länger Dame oder Herr im eigenen Hause und kann nicht länger über Zeit und Ort und schon gar nicht über den Speiseplan bestimmen. Er befindet sich in Gesellschaft, die er nicht gewählt hat und der er kaum entfliehen kann.

Häusliche Lösung
Die Alternative ist eine häusliche Betreuung, wie sie beispielsweise der bundesweite Pflegedienst Toll 24 Betreuung anbietet. Geschulte einheimische Pflegepartnerinnen und -partner sind 24 Stunden vor Ort. Sie führen den Haushalt, helfen bei den täglichen Verrichtungen und unterstützen, wo es gewünscht wird. Dadurch helfen sie, die Freiheit und Autonomie ihrer Kunden zu bewahren.

Weitere  Infos: https://www.toll-betreuung.de/24-stunden-pflege/


Deutscher Förderpreis für Schmerzforschung und Schmerztherapie ausgeschrieben

DGS – Die Versorgergesellschaft stiftet Schmerzpreis 2019

DGS – Die Versorgergesellschaft stiftet Schmerzpreis 2019

Deutscher Förderpreis für Schmerzforschung und Schmerztherapie ausgeschrieben

Berlin, 27.08.2018. Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) verleiht seit 1986 zusammen mit der Deutschen Schmerzliga e.V. (DSL) jährlich den DEUTSCHEN SCHMERZPREIS – Deutscher Förderpreis für Schmerzforschung und Schmerztherapie. Mit ihm werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich durch wissenschaftliche Arbeiten über Diagnostik und Therapie akuter und chronischer Schmerzzustände verdient gemacht oder die durch ihre Arbeit oder ihr öffentliches Wirken entscheidend zum Verständnis des Problemkreises Schmerz und den davon betroffenen Patienten beigetragen haben.

Der Förderpreis in Höhe von 5.000 € wird im Rahmen des Deutschen Schmerz- und Palliativtages in Frankfurt/Main verliehen und im Jahr 2019 gemeinsam von der DGS, der größten Gesellschaft praktisch tätiger Schmerztherapeuten, und der DSL, der bundesweit größten Selbsthilfeorganisation chronisch schmerzkranker Menschen und ihrer Angehörigen, erstmals ohne kommerzielle Unterstützung der pharmazeutischen Industrie gestiftet. Nominierungen und Bewerbungen müssen bis spätestens 30. November 2018 bei der Geschäftsstelle eingereicht werden. Die Wahl erfolgt durch eine unabhängige Jury und den wissenschaftlichen Beirat.

***

Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) ist mit rund 4.000 Mitgliedern die größte Gesellschaft praktisch tätiger Schmerztherapeuten in Europa. Sie setzt sich für ein besseres Verständnis und für bessere Diagnostik und Therapie des chronischen Schmerzes ein. Bundesweit ist sie in rund 125 regionalen Schmerzzentren organisiert, in denen interdisziplinäre Schmerzkonferenzen veranstaltet werden. Oberstes Ziel der DGS ist die Verbesserung der Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen. Mit der Anfang 2018 verabschiedeten DGS-Agenda 2020plus soll zukünftig die Qualität in der Schmerzmedizin durch die Etablierung von Therapiestandards sowie die Verbesserung der Aus-, Fort- und Weiterbildung auf den Gebieten der Schmerzdiagnostik und Schmerztherapie für Ärzte aller Fachrichtungen noch weiter ausgebaut werden.

Zur Deutschen Schmerzliga e.V. (DSL) gehören inzwischen mehr als 3.000 Mitglieder, die von spezifischen Informationsangeboten und individueller Beratung profitieren. Mehr als 80 regionale Selbsthilfegruppen bieten Patienten sogar konkrete Unterstützung vor Ort. Auf Bundesebene engagiert sich der Verein darüber hinaus für die Rechte von Betroffenen in Öffentlichkeit und Politik. Zudem hat die Patientenorganisation mit der DGS einen starken ärztlichen Partner an der Seite – mit dem Überblick über die aktuellsten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Schmerzmedizin.

Weitere Aktivitäten der DGS
Im Laufe der Jahre konnte die Fachgesellschaft viele ihrer Ziele realisieren. Dazu gehören der Aufbau des bundesweiten Versorgungsforschungsprojekts „DGS PraxisRegister Schmerz“ und die Entwicklung von „DGS PraxisLeitlinien“, die neue Standards für eine patientenorientierte schmerzmedizinische Versorgung setzen. Die DGS gibt den „Schmerztherapieführer“ heraus, in dem alle Mitglieder aufgelistet sind. Über die Fortbildungsplattform „DGS-Campus“ können sich Schmerzmediziner regelmäßig zertifizieren lassen – zusätzlich wurden hier nichtärztliche Berufsgruppen wie Physiotherapeuten und Apotheker („NetzwerkApotheke Schmerz“) in die schmerzmedizinische Aus- und Weiterbildungen integriert. Im Rahmen der jährlich stattfindenden Veranstaltungen „Innovationsforum Schmerzmedizin“ in Berlin und dem gemeinsam mit der Deutschen Schmerzliga e.V. organisierten „Deutschen Schmerz- und Palliativtag“ in Frankfurt/Main, treffen sich jedes Jahr mehrere hundert Schmerzexperten /-interessierte, um sich fortzubilden und sich über die neuesten Entwicklungen auszutauschen.

Weiterführende Links:
www.dgschmerzmedizin.de
www.innovationsforum.de
www.schmerz-und-palliativtag.de
www.schmerzliga.de

 

Geschäftsstelle

Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V.

Lennéstraße 9 · 10785 Berlin

Tel. 030 – 85 62 188 – 0 · Fax 030 221 85 342

info@dgschmerzmedizin.de

www.dgschmerzmedizin.de

Pressekontakt

Selinka/Schmitz Kommunikationsagentur GmbH /PR

Nicole Zeuner

Weinsbergstr. 118a · 50823 Köln

Tel. 0221-94999-80 · Fax 0221-94999-79

nicole.zeuner@selinka-schmitz-pr.de